
Wie sag ich's dem Kollegen? | Ein Foto von angermann
Vor nicht ganz 225 Jahren formulierte Kant seinen Kategorischen Imperativ, den Entwurf einer universellen Ethik: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“
Die volkstümliche Variante ist als Goldene Regel bekannt und gehört zu den Urformen menschlicher Verhaltensweisen in einer Gemeinschaft: “Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest!”
Passend dazu ein Zitat aus der E-Mail eines geschätzten Arbeitnehmers: “Selten sehe ich Mails mit der Kennzeichnung Prio niedrig. Üblicherweise brennen mir die Augen vor roter Farbe und Ausrufezeichen.” Niemand lässt sich gerne unter Druck setzen. Aber wer im Beruf bestimmte Aufgaben als wichtig wahrnimmt, möchte, dass die Kollegen diese ebenfalls priorisieren – asap!!!!! Die Goldene Regel scheint im beruflichen Alltag nicht zu funktionieren.
Warum ist das so?
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Vor nicht ganz 225 Jahren formulierte Kant seinen Kategorischen Imperativ, den Entwurf einer universellen Ethik: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“
Die volkstümliche Variante ist als Goldene Regel bekannt und gehört zu den Urformen menschlicher Verhaltensweisen in einer Gemeinschaft: "Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest!"
Passend dazu ein Zitat aus der E-Mail eines geschätzten Arbeitnehmers: "Selten sehe ich Mails mit der Kennzeichnung Prio niedrig. Üblicherweise brennen mir die Augen vor roter Farbe und Ausrufezeichen." Niemand lässt sich gerne unter Druck setzen. Aber wer im Beruf bestimmte Aufgaben als wichtig wahrnimmt, möchte, dass die Kollegen diese ebenfalls priorisieren - asap!!!!! Die Goldene Regel scheint im beruflichen Alltag nicht zu funktionieren.
Warum ist das so?
Der Kategorische Imperativ ist eine Richtschnur für die Ausgestaltung der sozialen Beziehungen. Di