Heute um 11.00 Uhr wurde in einer Pressekonferenz mit Bundestagspräsident Norbert Lammert der Website-Relaunch des Bundestags vorgestellt. Bei einer Website, die immerhin 4 Millionen Unique Visitors im Monat aufweist, ist einiges zu erwarten. Repräsentative Auftritte wie der des Weißen Hauses haben in letzter Zeit die Hoffnung genährt, die politische Klasse würde das Internet für sich entdecken und es für eine bürgernahe und partizipative Kommunikation nutzen.
Ereignisse
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Jul 09
10.000 Follower über Normalnull – die Lufthansa setzt bei Twitter auf Masse statt Klasse

Über den Wolken ist die Luft dünner. Bild von realname
Die Deutsche Lufthansa setzt in der Online-Kommunikation als eines der ersten DAX-Unternehmen auf Twitter. Das ist nichts Neues. Am 12. Mai setzte die Airline ihren ersten Tweet ab:
“Follow Lufthansa: Dann weißt du es zuerst. Ab jetzt werktäglich Top-Angebote, Insider-Infos, exklusive Downloads, Tipps und News”
Lufthansa hielt Wort: Über den Lufthansa-Twitter wird vorwiegend Werbung verbreitet. Das macht der Konzern nicht selbst, sondern sein Dienstleister Pixelpark. Dementsprechend negativ fielen die Reaktionen aus der Blogosphäre aus, exemplarisch die Kritik von David Nelles und René Seifert. Katharina Gebhard fasste die Negativpunkte treffend zusammen:
“Man hat das Prinzip Twitters als Medium an sich nicht verstanden. Keine wechselseitige Kommunikation, kein Eingehen auf die Follower (bislang folgt der Account keinem einzigen seiner Anhänger) und durch den externen Schreiber erst recht auch keinerlei Authentizität.”
Es ist nicht so, dass Lufthansa die Kritik nicht beherzigt hätte. Mittlerweile folgt der Deutsche Kranich 45 anderen Twitter-Accounts, und auch der ein oder andere Dialog schleicht sich zwischen all die Werbung. Das ändert allerdings nichts am eigentlichen Ziel der Twitterkommunikation, schnell mehr Follower zu gewinnen, um eine größere Reichweite für die Werbebotschaften zu erhalten.
Dieses Ziel forciert die Lufthansa nun mit einer Verlosung: Wenn der Account @Lufthansa_DE bis zum 31. August 10.000 oder mehr Follower hat, werden unter diesen 10 x 2 Europaflüge und 100 Lufthansa Gutscheinen im Wert von je 50 € verlost.
Und dann?
Die Deutsche Lufthansa setzt in der Online-Kommunikation als eines der ersten DAX-Unternehmen auf Twitter. Das ist nichts Neues. Am 12. Mai setzte die Airline ihren ersten Tweet ab: "Follow Lufthansa: Dann weißt du es zuerst. Ab jetzt werktäglich Top-Angebote, Insider-Infos, exklusive Downloads, Tipps und News" Lufthansa hielt Wort: Über den Lufthansa-Twitter wird vorwiegend Werbung verbreitet. Das macht der Konzern nicht selbst, sondern sein Dienstleister Pixelpark. Dementsprechend negativ fielen die Reaktionen aus der Blogosphäre aus, exemplarisch die Kritik von David Nelles und René Seifert. Katharina Gebhard fasste die Negativpunkte treffend zusammen: "Man hat das Prinzip Twitters als Medium an sich nicht verstanden. Keine wechselseitige Kommunikation, kein Eingehen auf die Follower (bislang folgt der Account keinem einzigen seiner Anhänger) und durch den externen Schreiber erst recht auch keinerlei Authentizität." Es ist nicht so, dass Lufthansa die Kritik nicht beherzigt hätte. Mit29
Jul 09
Nicht Nachrichten, sondern Revolution machen wir!
Die iranische Bevölkerung erhebt ihre Stimme. Vor einem Monat wurde aus ihrem Protest gegen den Wahlbetrug der Regierung Ahmadinedschad der blutige Versuch einer Revolution. Die Menschen werden ihr Ziel erreichen. Es ist lediglich eine Frage der Zeit. Unmöglich ist dagegen die Berichterstattung vor Ort. Die iranische Diktatur unterbindet jegliche Versuche ausländischer Journalisten, in Kontakt mit den Oppositionellen zu treten. Die Presseausweise iranischer Journalisten, die für ausländische Medien arbeiten, wurden für ungültig erklärt.
Dennoch erreichen uns seit Wochen eine Vielzahl von Mitteilungen, Bilder und Videos aus dem Iran. Zornige Demonstranten filmen mit ihren Handykameras und verbreiten die Videos über YouTube im Netz. Kurze Mitteilungen werden über Twitter ausgetauscht, längere Berichte werden auf Facebook und in Blogs veröffentlicht. Auf Flickr finden sich fast 8.000 Fotos, die mit dem Tag #Iranelection versehen sind, dem Label der Opposition.
Die verwackelten und unscharfen YouTube-Videos bebildern Abend für Abend die Berichte der westlichen Fernsehanstalten. Gestandene Journalisten wie Claus Kleber haben damit ein gewaltiges Problem.
Die iranische Bevölkerung erhebt ihre Stimme. Vor einem Monat wurde aus ihrem Protest gegen den Wahlbetrug der Regierung Ahmadinedschad der blutige Versuch einer Revolution. Die Menschen werden ihr Ziel erreichen. Es ist lediglich eine Frage der Zeit. Unmöglich ist dagegen die Berichterstattung vor Ort. Die iranische Diktatur unterbindet jegliche Versuche ausländischer Journalisten, in Kontakt mit den Oppositionellen zu treten. Die Presseausweise iranischer Journalisten, die für ausländische Medien arbeiten, wurden für ungültig erklärt. Dennoch erreichen uns seit Wochen eine Vielzahl von Mitteilungen, Bilder und Videos aus dem Iran. Zornige Demonstranten filmen mit ihren Handykameras und verbreiten die Videos über YouTube im Netz. Kurze Mitteilungen werden über Twitter ausgetauscht, längere Berichte werden auf Facebook und in Blogs veröffentlicht. Auf Flickr finden sich fast 8.000 Fotos, die mit dem Tag #Iranelection versehen sind, dem Label der Opposition. Die verwackelten und unscharfe9
Jul 09
Vodafone lernt sprechen
Vodafone wird sich in diesen Stunden fragen, was eigentlich schief gelaufen ist. Da lädt der Konzern zu einer Pressekonferenz, streamt sie ins Netz und erlaubt es den Nutzern, das Ereignis ohne Kontrollinstanz zu kommentieren. Er spricht davon, die Kunden in den Mittelpunkt (von was eigentlich – der Gewinnerzielung?) zu stellen, als Helden des Alltags. Von Empowerment ist die Rede, vom neuen Markenversprechen und von einer neuen Zielgruppe, der Generation Upload. Mit Sascha Lobo sitzt sogar ein waschechtes Testimonial auf dem Podium.
Und dann das: Die PK wurde zu einem Lehrstück der Generation Bullshit.
Vodafone wird sich in diesen Stunden fragen, was eigentlich schief gelaufen ist. Da lädt der Konzern zu einer Pressekonferenz, streamt sie ins Netz und erlaubt es den Nutzern, das Ereignis ohne Kontrollinstanz zu kommentieren. Er spricht davon, die Kunden in den Mittelpunkt (von was eigentlich - der Gewinnerzielung?) zu stellen, als Helden des Alltags. Von Empowerment ist die Rede, vom neuen Markenversprechen und von einer neuen Zielgruppe, der Generation Upload. Mit Sascha Lobo sitzt sogar ein waschechtes Testimonial auf dem Podium. Und dann das: Die PK wurde zu einem Lehrstück der Generation Bullshit. Eigentlich ist Vodafone im Social Web hervorragend aufgestellt. Seit Carmen Hillebrand neue Pressesprecherin des Unternehmens ist, hat sich einiges getan. Vodafone sucht twitternd und bloggend den Kontakt zu den Anspruchsgruppen. Der Dreh des neuen Werbespots wurde durch die Teilnahme von Bloggern zu einem viel beachteten Medienereignis, das in Echtzeit verfolgt werden konnte. Die Idee, schon vor d8
Jul 09
Lost in Open Space: Geschichten vom BuzzCamp
Was passiert, wenn ca. 25 Digital Somethings das Wochenende bei 30° C in einem Bürgersaal verbringen, der sonst Karnevalssitzungen und Tanztees beherbergt? Richtig. So genau weiß das niemand. Und damit passt das Setting wunderbar in das Konzept des Open Space. Als solches war das erste von Robert Basic initiierte BuzzCamp am 4./5. Juli 2009 in Bad Homburg ausgelegt. Menschen treffen sich und verfolgen ein gemeinsames Ziel. Ohne feste Agenda oder Rollenverteilung.
Alles soll sich aus den Gesprächen und Diskussionen heraus ergeben. Am Ende des Wochenendes würde etwas entstanden sein, das sich BuzzRiders nennt. Eine Plattform, die das Lokale thematisiert. Die weiß, was gerade vor Deiner Haustür passiert. Eine Mischung aus Newsportal, Kleinanzeigenmarkt und Social Community für Deine Stadt. So war zumindest der Plan.
Was passiert, wenn ca. 25 Digital Somethings das Wochenende bei 30° C in einem Bürgersaal verbringen, der sonst Karnevalssitzungen und Tanztees beherbergt? Richtig. So genau weiß das niemand. Und damit passt das Setting wunderbar in das Konzept des Open Space. Als solches war das erste von Robert Basic initiierte BuzzCamp am 4./5. Juli 2009 in Bad Homburg ausgelegt. Menschen treffen sich und verfolgen ein gemeinsames Ziel. Ohne feste Agenda oder Rollenverteilung. Alles soll sich aus den Gesprächen und Diskussionen heraus ergeben. Am Ende des Wochenendes würde etwas entstanden sein, das sich BuzzRiders nennt. Eine Plattform, die das Lokale thematisiert. Die weiß, was gerade vor Deiner Haustür passiert. Eine Mischung aus Newsportal, Kleinanzeigenmarkt und Social Community für Deine Stadt. So war zumindest der Plan. In der Umsetzung erfordert die Methodik der offenen Kollaboration einiges an Disziplin von den Beteiligten. Zwar gibt es keine Regeln für die Ausarbeitung der Workshop-Ergebnisse.


